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TESLA (CH), Q & A


Posted on 15.10.2012 , by Oliver Zechlin in Interview . No Comments

TESLA (CH), Q & A

Interview mit Nico Decurtins, TESLA Store Coordinator Zurich

Q: Wird es in der Schweiz weitere TESLA Stores geben?, wenn ja – wann und wo?
A: Ja, weitere Stores sind in Planung. Höchstwahrscheinlich wird Genf als nächstes eröffnet – im Verlaufe des kommenden Jahres.

Q: Wieviele Mitarbeiter sind in der Schweiz für TESLA tätig?
A: Sieben Personen. Sechs davon in Zürich, eine Person in Genf.

Q: Von wo aus werden diese administrativ betreut?
A: Die Betreuung erfolgt aus England.

Q: Was ist von Aussagen von Elon Musk wie nachfolgender hinsichtlich Schweizer und deutschem Arbeitsrecht zu halten? TESLA ist mittlerweile weit von einer drei-Mann Start-up Bude entfernt. „Musk told us that he works seven days a week, and his employees, well, they have to work hard, too. Other companies might ask you to just work 40 hours a week, he said, but at Tesla, „the minimum is really a 50-hour week and there are times when it’ll be 60- to 80-hour weeks.“ He said he recognizes that working seven days a week is not sustainable, but he does think that 50 hours makes „a good work week.“ (Quelle: autobloggreen).
A: Wir arbeiten nicht mehr als andere Angestellte in Unternehmen, die die Welt verändern möchten. Dass man da ab und zu länger arbeitet als die gesetzlich vorgeschriebenen 42.5 h, ist da durchaus normal und mit dem ist auch jeder einverstanden.

Q: Gibt es seitens TESLA MOTORS entsprechende incentives die es den Mitarbeitern ermöglichen die eigenen Produkte erleben zu können (erwerben)? Henry Ford war dies sehr wichtig.
A: Wer von uns einen Roadster mit nach Hause nehmen möchte, kann dies jederzeit tun.

Q: Kommen TESLA Mitarbeiter tendenziell eher aus dem traditionellen Automobil-Umfeld, oder eher aus IT- und anderen nicht-Auto-Branchen?
A: Ganz klar letzteres.

Q: Wieviele Roadster wurden in der Schweiz bisher verkauft?, wie steht die Schweiz bei Verkäufen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern da?
A: Knapp 140 Autos, das ist pro Kopf weltweit der grösste Markt. In absoluten Zahlen liegen wir hinter den USA und Deutschland auf Rang 3.

Q: Gibt es eine präferierte Aussenfarbe?
A: Weiss, dunkelrot, orange sieht man häufiger als andere.

Q: Wann wird das neue Modell S in der Schweiz erhältlich sein? und werden die Preise & Lieferzeiten bekanntgegeben?
A: Wir rechnen noch in diesem Quartal mit dem ersten Model S in Europa. Erste Probefahrten bieten wir Anfang nächsten Jahres an. Preise werden ebenfalls diesen Herbst bekanntgegeben. Lieferzeiten folgen vermutlich gleichzeitig mit dem ersten Store-Model S.

Q: Von welcher Batteriekapazitätsvariante erwarten Sie in der Schweiz (DE/AT) die meisten Bestellungen?
A: Ganz klar vom grössten Model S mit 85kwh.

Q: Welche Service-Intervalle gibt es bei Roadster & S?, wie hoch sind die Inspektionskosten? Macht es einen Kosten-Unterschied ob es sich um einen Service in einer Garage oder vor-Ort via einem Tesla Ranger handelt?
A: Service-Kosten für den Roadster liegen bei CHF 650.- Dies ist ein Jahresservice. Für das Model S sind noch keine Service-Kosten bekannt. Wer den Tesla Ranger in Anspruch nimmt, bezahlt noch eine sogenannte Call-out charge, einen Kilometeranfahrtspreis. Wobei dieser aufgeteilt werden kann, da in der Regel mehrere Kunden auf einer Tour besucht werden.

Q: Wieviele Tesla Rangers sind in der Schweiz im Einsatz?, sind diese nur in der Schweiz tätig oder in einer Region, wie z.B: D/A/CH?
A: 2 unserer 3 Service-Jungs sind regelmässig als Ranger unterwegs. In der Regel nur in der Schweiz, ganz selten auch in Italien oder Frankreich. Aber das gesamte Service-Dienstleistungspaket wird sich im Zusammenhang mit dem Model S nochmals stark verändern. Weitere Details werden vor Weihnachten bekanntgegeben.

Q: Falls es fixe Kundendienst-Intervalle gibt, warum? Werden nicht regelmässig fahrzeugrelevante Informationen online ermittelt – mit entsprechender Möglichkeit individuelle Service-Intervalle dynamisch zu bestimmen?
A: Unsere Service-Leute kontrollieren neben den elektronischen Daten auch mechanische Aspekte wie Bremsen, Reifen oder Kühlflüssigkeiten. Da nützt das Ziehen von Log-Files nicht viel. Ausserdem gibt es regelmässige Software-updates, die man bei einem Jahresservice jeweils anbringen kann.

Q: Lassen sich einzelne schadhafte Batteriezellen tauschen?
A: Ja

Q: Welchen Ladestecker-Typ (Standard) setzt der Roadster, und dann das Model S ein? Arbeitet TESLA in europäischen Standardisierungsgruppen diesbezüglich mit?
A: Wir laden mit dem gewöhnlichen Schweizer Typ 13 Stecker sowie mit dem 32 Amp 5 Pin Rot Stecker beim Roadster. Beim Model S steht das noch nicht ganz fest. Meines Wissens arbeiten wir in diesen Gruppen nicht mit. Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir auf Marktbedürfnisse flexibel und schnell reagieren und unsere Angebotspalette entsprechend anpassen können.

Q: Stehen die Standorte für die in Europa geplanten Supercharger-Ladestationen schon fest?
A: Nein

Merci, Herr Decurtins!

TESLA Motors Schweiz – Zürich





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