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Energie die bewegt


CeBIT 2013


Posted on 12.03.2013 , by Oliver Zechlin in Messe & Ausstellung . No Comments

CeBIT 2013

Auf der Anfang März in Hannover stattfindenden CeBIT gab es entgegen meiner Erwartung sogar einige Exponate zum Thema Elektromobilität.

Elektromobilität wird auf dem Messegelände in ein paar Wochen während der vom 8. – 12. April stattfindenden Hannover Messe eine grössere Rolle einnehmen. Als Bestandteil der Hannover Messe ist dort die MobiliTec, eine internationale Leitmesse für hybride und elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien plaziert. Zur MobiliTec gehört auch ein aussenliegender Testparcours mit Hybriden und eCars.

Das Leitthema der diesjährigen CeBIT war „Shareconomy“. Dazu gehört natürlich auch das stark expandierende Feld des Car-Sharing. Neben den Angeboten der kommerziellen Anbieter (z.B. Car2Go) werden nun auch alternative Modelle gestartet und getestet: Privatfahrzeuge werden zu einer Car-Sharing-Flotte gebündelt. Der Zugang zu den Fahrzeugen erfolgt wie bei den grossen Vorbildern mittels Kunden-Smartcard und on-board-Leseeinheit.

Weiterhin in der Start-Up-Ecke: das thüringische Unternehmen iMA präsentierte virtuell den zeitgleich real in Genf auf dem Auto-Salon ausgestellten Colibri. Der Einsitzer mit grosszügigem Laderaum soll als attraktive Alternative zum Renault Twizy 2015 ausgeliefert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der CeBIT sind Forschungsprojekte. Wofür alles Fördergelder in Sachen Elektromobilität fliessen ist schon erstaunlich. Müssen z.B. Apps wie memo (Mediengestützte Lern- und Kollaborationsdienste für Elektromobilität) mit deutschen Steuergeldern finanziert werden? Was bringt eine solche App?, attraktive, bezahlbare Fahrzeuge kommen mit dieser Ausgabe auch nicht schneller auf die Strasse. Informationen zu Elektromobilität gibt es genügend. Aber muss wichtig sein – schliesslich kommt in der Beschreibung Web 2.0 UND Cloud vor.

Es gab auf der Messe allerdings auch einige interessante und in meinem Augen förderwürdige Exponate zum Thema Elektromobilität zu finden. Am interessantesten fand ich den Routenplaner Top-Reell. Die Forscher konnten Opel dazu gewinnen einen Ampera als Testfahrzeug bereitzustellen, als auch Zugriff auf den CAN-Bus des Fahrzeuges. Dies musste allerdings erst in den USA bei der Konzernmutter beantragt werden, und wurde von dort genehmigt. Auf Batteriezustandsdaten (SOC, Temperatur, Leveling, etc.) durften sie jedoch nicht zugreifen. Die schleichende Batteriealterung bei einem Ampera ist aber eh unkritisch, da von einer 16 kWh Batterie nur 10 genutzt werden, und somit immer genügend Reserve zur Verfügung steht. Die Erfahrung der Untersuchung: mit der entwickelten Routenplanersoftware kann man sehr real den Verbrauch vorhersagen, die Theorie deckt sich mit der Praxis.





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